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In Extremo - Sängerkrieg

Alle Versuche das neue In Extremo Album Sängerkrieg trotz großer Affinität für genial zu befinden sind kläglich gescheitert. Zweimaliges am Stück durchhören am Schreibtisch und nochmalige Durchgänge beim späten Angrillen und Auto fahren änderten da auch nichts.

Sängerkrieg hat einiges, was man von In Extremo nicht erwartet hätte. Punkige Gitarren und sehr eingängige Songs, weniger Bombast als auf den vorherigen Alben und reduzierte Mittelaltersounds. Die Songs sind an sich solide, wie immer druckvoll produziert und alles transparent raushörbar. Jedoch stehen die Gitarrren vor Dudelsäcken und co., vermutlich um die punkige Note in den Vordergrund zu rücken. Gefallen finden bei mir aber weniger die punkigen Mainstreamrocker, sondern eher das mittelalterliche Material, wie Zauberspruch, Requiem, En Esta Noche.

Teilweise auch, weil die Texte der Band ein unglaublich flaches Niveau erreicht haben, was wenn man den Vorgänger und dessen textliche Genialität berücksichtigt schlicht unfassbar ist. Des weiteren stellt sich nur bei wenigen Songs das Gefühl ein wirklich etwas neues zu hören. Alles klingt mehr oder weniger gleich und/oder ist austauschbar.

Folglich kann man der Band ihre Rechtfertigungen für die eingeschlagene Richtung nicht mehr abnehmen. Besonders wenn man aus der Mittelalter- oder Metalrichtung kommt bzw. mit Punk nicht viel anfangen kann. So ist Sängerkrieg aus meiner Sicht ein absolutes Durchschnittsalbum, welches vielleicht aufgrund seiner Gitarrenlastigkeit den Sommer verrocken wird, aber spätestens Ende Herbst in den Winterschlaf fallen wird. Nichtsdestotrotz, das dürfte eventuell erzürnten Lesern gesagt, bleibe ich großer Fan der Band…

5/10

~ von Hoshi am 12. Mai 2008.

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